Donnerstag, 10. Juli 2014

"Tod mein Name" im evangelischen Gemeindegruß in Repelen

Ich freu mich, dass unser Pfarrer, eine meiner Geschichten für den evangelischen Gemeindegruß, in Moers-Repelen, genommen hat. Bin auf Reaktionen gespannt ;-)

Mittwoch, 11. Juni 2014

"Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod." Das Buch

Liebe Fans,

im Herbst ist es soweit. Ich werde "meinen Tod" als Self Publisher veröffentlichen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Ich wollte die Geschichten hier aber nicht komplett löschen, daher habe ich jeweils den Anfang, als Leseprobe, stehen lassen. Natürlich wird es auch komplett neue Geschichten im Buch geben. Ihr dürft gespannt sein. Sollte sich bis dahin ein Verlag melden, erfahrt Ihr es hier.

Folgt mir auf Twitter oder Facebook oder schaut einfach wieder hier vorbei. Ich freu mich!

Herzliche Grüße
Kerstin

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Freitag, 4. April 2014

Teil 20 - Nur fliegen ist schöner


„Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“
Der Tod trat ein. Er trat erstmal ein, in den VIP-Bereich des Flughafens. Außer ihm befand sich nur ein Mann, Mitte 40 in dem Raum. Dieser hatte es sich auf einem Sessel bequem gemacht und ein Bein leger über die Armlehne gelegt.
„Oha! Ganz schlechter Name, für einen Co-Piloten.“ Der Mann sah auf und musterte den Tod von oben bis unten, dann nahm er einen kräftigen Schluck aus einem silbernen Flachmann. Er räusperte sich laut und legte sich die Hand an den Mund, als hielte er ein Mikrofon darin: „HerzlichWillkommenAnBordDerHansiwingsMaschineAufDemFlugVonDüsseldorfNachPalmaDeMallorcaIchBinHeuteIhrKapitänMeinNameIstStefanWeberUndMitMirImCockpitFliegtIhrCoPilotDerTod.“
Kapitän Weber hatte die Stimmlage nicht verändert, während er diese Wörterkette vor sich hin nuschelte. Nun schaute er den Tod erwartungsvoll an. Dieser schaute ebenso erwartungsvoll zurück. „Und was genau war jetzt bitte so schlimm daran, außer das man nur „Tod“ verstanden hat?“
„Bei einer Flughöhe von circa 10.000 Meter könnte das ein kleines bisschen problematisch sein, denken Sie mal drüber nach!“ Wieder nahm er einen Schluck aus seinem Flachmann. Der Tod grübelte derweil über die Worte von Herrn Weber nach. Wieso sollte es so schlimm sein „Tod“ zu heißen als Co-Pi … „Ach so!“
„Ah, Ihnen ist ein Licht aufgegangen. Meine ich das nur, oder lässt Ihre Auffassungsgabe zu wünschen übrig? Wann haben Sie die Pilotenschule beendet, nächstes Jahr?“
Unbeeindruckt von den unfreundlichen und oberlehrerhaften
 Worten, des Piloten erwiderte der Tod: „Und ich finde, Sie sind ganz schön überheblich, für einen Mann im Pyjama.“
„Ein bisschen mehr Respekt, bitte! Das ist meine Pilotenuniform. Ok, ich habe letzte Nacht darin geschlafen, aber damit ist es noch lange kein Pyjama. Warum haben Sie Ihre Uniform noch nicht an? In fünf Minuten ist Boarding.“
„Boarding?“
„Ja, wenn das Mallorca-Touristen-Pack die Erlaubnis bekommt, an Bord kommen zu dürfen. Die Grundkenntnisse sollten Sie als Co-Pilot aber schon beherrschen. ...

Mittwoch, 2. April 2014

Eine Rezension

Hier findet Ihr eine Rezension  zu den Leseblüten Schauergeschichten 2012, über die ich  mehr als gefreut hab.

Vielen Dank, liebe Aygen vom Bücherkaffee

Viel Spass beim lesen

Liebe Grüße
Kerstin

Dienstag, 14. Januar 2014

Ein schöner Start ins neue Jahr

Mein Tod und ich in der Moerser NRZ mit einem sehr schönen Artikel.

Hier gehts zum Artikel in der NRZ

Viel Spass beim lesen und bis Bald

Eure Kerstin

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Teil 19 - Es weihnachtet sehr


„Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“
„Hallo, Herr Tod. Tut mir leid, außer mir ist niemand da.“ Das Kind hatte nur den blonden Lockenkopf zur Tür heraus gesteckt und lächelte den Tod an.
Der Tod kratzte sich beklommen am Kopf. Irgendwie war ihm unwohl und dem Kind fiel das auf. „Geht es Ihnen nicht gut? Möchten Sie vielleicht reinkommen und ein Glas Wasser trinken?“
„Ein Schnaps wäre mir lieber“, sagte der Tod, stampfte sich den Schnee von den Schuhen und trat ein. Erstmal trat er ein, in das weihnachtlich geschmückte Haus. Wohlige Wärme empfing ihn im Eingangsbereich. Ein Hauch von Zimt stieg ihm in die Nase und der Duft von frischem Tannengrün.
Mit hängendem Kopf folgte der Tod dem Kind in die Küche.
„Setzen Sie sich doch, Herr Tod. Sie sehen ein wenig blass aus. Wieso, um Himmels willen, sind sie so früh an Heiligabend schon unterwegs?“
Der Tod setzte sich an den Küchentisch und blinzelte vorsichtig rüber zu dem Kind, was ihm gerade ein Glas Wasser einschenkte.
„Mit Himmel liegst du schon ganz richtig. Weißt du, ich bin wegen Dir hier und leider spielt der Himmel in der Sache eine große Rolle.“
„Und warum gucken Sie dann so traurig?“ Das Kind setzte sich neben den Tod.
„Heute ist wieder so ein Tag, wo ich meinen Job nicht leiden kann. Da würde ich am liebsten hinschmeißen. Außerdem hatte ich für Weihnachten Urlaub beantragt. Ich finde, ich habe an Weihnachten nix zu suchen. Das ist die Zeit für den Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht.“
„Und was ist mit dem Christkind?“ Empört stemmte das Kind die Hände in die Hüften.
Der Tod rollte mit den Augen. „Wer glaubt denn heute bitte noch ans Christkind? Die Geschenke bringt der dicke Onkel mit dem weißen Bart und dem roten Anzug.“
Das Kind schaute den Tod finster an. „Den mag ich nicht.“
„Oh! Ein Kind, das den Weihnachtsmann nicht mag. Hast wohl mal eine Rute bekommen, was? Apropos, hast du Cola im Haus? Ich hab plötzlich Lust auf eine eiskalte Cola.“ Verwundert kratzte sich der Tod am Kopf und überlegte, wo der plötzliche Durst auf Cola herkam. Auch so eine Erfindung von Luzifer.
„Nein, es ist keine Cola im Haus.“
„Keinen Weihnachtsmann und keine Cola. Du bist ein komisches Kind.“
„Sagte der Mann, der an den Weihnachtsmann glaubt. Ich frage mich, wer von uns beiden komischer ist.“
Erstaunt blickte der Tod auf. „Also, das war jetzt aber auch nicht nötig. Mir geht es schon mies genug. Außerdem hab ich den echten Weihnachtsmann schon getroffen. Ich weiß, dass es ihn gibt.“
„Tut mir leid, Herr Tod. War nicht so gemeint. Der Weihnachtsmann geht mir einfach auf den Keks. Kennen Sie das, wenn jemand versucht Ihnen den Job wegzunehmen?“
Der Tod riss die Augen auf und fing an zu stottern. „ Ob ich … ob ich … das kenne? Und ob ich das kenne.“ Jetzt verengten sich die Augen vom Tod in schmale Schlitze. „Horst!“
„Wer ist Horst?“
Dem Tod entfuhr ein tiefer Seufzer. „Das ist ein Kollege aus der Verwaltung. Der ist schon lange scharf auf meinen Job. Der versucht alles, um mich beim Chef unbeliebt zu machen. Letztens hat er ihm erzählt, ich sei schuld daran, dass der Wald stirbt.“ Der Tod tippte sich mit dem Zeigefinger an den Kopf. „Ausgerechnet ich. Wir wissen doch alle, wer wirklich dafür verantwortlich ist.“
Das Kind grübelte kurz. „Nein, wer ist denn dafür verantwortlich?“
„Luzifer!“
„Der Teufel?“
„Mit seiner CO2 Erfindung ist er jedenfalls nicht ganz unschuldig daran. Ich wundere mich, dass er dafür noch keine Abmahnung erhalten hat. Aber vielleicht hat er mir das auch ganz einfach verschwiegen.“ Mit einer wegwerfenden Handbewegung schob der Tod das Thema zur Seite.
„Sie kennen den Teufel persönlich?“ Überrascht hob das Kind die Augenbrauen.
„Nun ja, wir trinken hin und wieder mal ein Bier zusammen, in der Hölle.“
„Also ich würde ja im Leben nicht freiwillig in die Hölle runter steigen.“
„Ja nun, raus kann Luzifer nicht ohne Weiteres. So wie der aussieht. Ein Kerl mit Hörnern und Schwanz. Hinten. Und immer dieser strenge Geruch.“
„Ja, Schwefel soll ganz fies riechen.“
„Das auch. Schlimmer ist aber, dass er kein Deo benutzt.“
Beide verzogen angewidert das Gesicht und der Tod nickte wissend.
„Nicht mal an Weihnachten?“
„Nicht mal an Weihnachten!“
Das Kind seufzte, legte das Kinn in die Hand und sagte: „Wenigstens an Weihnachten könnte man sich noch mal ein bisschen Mühe geben. Ist doch nur einmal im Jahr. Sich auf das besinnen, was man hat und einfach mal dankbar sein, besinnlich mit seinen Lieben ...“
Der Tod gähnte herzhaft.
„Entschuldigung, Herr Tod. Langweile ich Sie?“ Das Kind sah den Tod vorwurfsvoll an. Es stand auf und stellte sich direkt vor den Tod.
Der Tod war verlegen. „Es tut mir leid. Natürlich nicht.“
„Ich kann ja verstehen, wenn Sie Weihnachten nicht mögen, aber ein bisschen Respekt kann ich schon erwarten.“
Betroffen sah der Tod auf seine Schuhe und nickte.
„Ich muss jetzt leider los, Herr Tod. Da draußen warten noch ganz viele Kinder darauf, dass ICH ihnen die Geschenke bringe. Schönen Urlaub und ein gesegnetes Weihnachtsfest.“ Damit legte das Christkind dem Tod die Hand auf die Schulter und der Trost trat ein.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Teil 18 - Eine Seefahrt ist nicht lustig

„Guten Tag, Tod mein Name. Der Tod.“
„Tut mir leid, keine Zeit für höflich Konversation. Das Bordrestaurant „Fischers Fritz“ öffnet gleich und heute gibt es Hummer. All-You-Can-Eat!“ Schon war der alte Mann im schwarzen Smoking verschwunden. Der Tod verdrehte genervt die Augen. “Niemand, aber auch wirklich niemand nimmt mich noch ernst. Ich sollte meinen beigen Anzug wieder gegen die dunkle Kaputzenkutte tauschen und mir eine neue Sense besorgen. Damals hatten die Menschen noch Respekt.“ 
Ein tiefer Seufzer entfuhr dem Tod, als er sich auf den Weg machte, um dem Mann zu folgen. Dass ein kleiner alter Mann, mit Gehstock, so schnell laufen konnte und das bei dem Seegang, war nicht zu fassen. Das Schiff schwankte ein wenig. Der Tod legte sich die Hand auf den Bauch und die Übelkeit trat ein. Eigentlich war sie schon die ganze Zeit da, aber hier unter Deck, wurde sie besonders schlimm. Es half alles nichts. Der Tod atmete noch einmal tief durch und setzte seinen Weg fort, in Richtung „Fischers Fritz“.
Eine große Menschentraube hatte sich vor dem Restaurant gebildet. Es hörte sich an wie ein Schwarm nervöser Hornissen und über den Köpfen kreiste ein schwarzer Gehstock.
Pünktlich öffnete das Restaurant und die Menschentraube samt Gehstock quoll hinein. Der würzige Duft nach Fischsuppe, Hummer und Meeresfrüchten strömte dem Tod entgegen und er schloss die Augen. Wieder einmal kam ihm das Wort Höllenqual in den Sinn. ...

Leser und Fans